Rebecca 12 Jahre aus Kolbermoor

Weniger ist nicht immer mehr

Probleme mit der Schülerbeförderung an der Mangfallschule

Die Schülerbeförderung ist ein wichtiger Bestandteil der Kosten-Nutzen-Analyse unseres kleinen grünen Stadtbusses. Organisierte Schülerbeförderung entlastet nicht nur das morgendliche Zeitbudget der Kolbermoorer Familien, sondern auch die angespannte Verkehrssituation im ganzen Innenstadtbereich und den Bereich rund um alle Schule in Kolbermoor.

Daher ist es sehr bedauerlich, dass die Familien im Schulsprengel der Mangfallschule feststellen, dass es derzeit mit der Organisation einfach nicht passt.

Dass die Kinder nicht pünktlich zu Unterrichtsbeginn ankommen, ist ärgerlich, wird von der Schulleitung jedoch toleriert. Für die Schüler lässt sich durch den Termindruck am frühen Morgen und das ungute Gefühl, eigentlich gegen die Regel der Pünktlichkeit zu verstoßen, ein erhöhter Stresslevel jedoch nicht so einfach vermeiden. Hinzu kommt die Verlagerung der Haltestelle an den Bahnhof, der zwar nicht genügend Aufenthaltsmöglichkeiten im Wartebereich der Haltestelle, dafür jedoch eine unübersichtliche und unsichere Straßenüberquerung in der Kurve vor der Haltestelle bietet. Die Bevorstehenden Baumaßnahmen im Bereich der Unterführung werden nicht zur Sicherheit des Fußgängerübergangs beitragen – ganz im Gegenteil.

Die Einrichtung einer schuleigenen Haltestelle im Bereich der Rainerstrasse erscheint auf den ersten und auch den zweiten Blick als eine logische Maßnahme gegen den beschriebenen Missstand. Bedauerlicherweise würde eine solche zusätzliche Haltestelle jedoch nicht nur einige der allseits beliebten und wohl gehüteten Parkplätze kosten, sondern auch zu einer unauflösbaren Zeitverzögerung im Fahrplanablauf führen.

Daraus ergibt sich nun der Schluss: Nicht weniger ist mehr, sondern mehr ist mehr. Um die angespannte Beförderungssituation unserer Schülerinnen und Schüler zu verbessern, bedarf es zusätzlicher Beförderungsmöglichkeiten. Besonders im Zeitraum der Bauarbeiten im Bereich der Bahnunterführung, muss der Einsatz eines zusätzlichen Schulbusses gesichert werden.

Somit wäre ein erster Schritt in Richtung eines benutzerfreundlichen ÖPNVs getan. Und um den Gedanken nicht entwischen zu lassen und gleich einmal weiterzuspinnen… wie positiv würde sich die Erweiterung unserer grünen Busflotte und die damit verbundene dichtere Taktung im Fahrplan wohl auf den Komfort der Nutzer unseres öffentlichen Nahverkehrs auswirken? Ein Schritt in die richtige Richtung, um Kolbermoor vor dem Verkehrsinfarkt zu bewahren, den man bereitwillig wagen muss.

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