Positionsbestimmung zum Bau einer Feuerbestattungsanlage am neuen Friedhof in Kolbermoor

Die Grüne Liste Kolbermoor unterstützt den derzeitigen Stand der Planung einer Feuerbestattungsanlage am neuen Friedhof und die Fortsetzung der Planungsarbeiten.

Die Feuerbestattung erreicht in Bayern aktuell einen Anteil von 65-70% der vorgenommenen Bestattungen, in Kolbermoor ist die Zahl der Feuerbestattungen analog zu dieser Entwicklung angestiegen.

Derzeit fallen für die Einäscherungen der Verstorbenen in der Region lange Transportwege nach Traunstein oder München an, Verkehrswege, die bei einer Kremierung vor Ort entfallen können.

Die Feuerbestattung reduziert durch modernste Filteranlagen die Abgabe von Schadstoffen in die Umgebung, bei Erdbestattungen gelangen alle Stoffe ungefiltert in Boden und Grundwasser. Die verursachten Emissionen unterliegen gesetzlicher Regulierung und fortwährender Überprüfung, alle Messdaten sind transparent und einsehbar. Der Betreiber unterschreitet die geltenden Grenzwerte durch den Betrieb einer Referenzanlage in Traunstein um über 50%. Die Anlage hat während der gesamten Betriebszeit noch keinen Störfall produziert, die Technologie wird fortwährend auf den neuesten Stand gebracht.

Es entstehen weder Geruchs- noch Lärmbelästigung, Anwohner in direkter Umgebung der Anlage Traunstein haben uns dies persönlich bestätigt.

Die Wahl des Standorts am neuen Friedhof wird von der Grünen Liste Kolbermoor befürwortet. Aussegnungshalle, Friedhof und Feuerbestattungsanlage fügen sich zu einer schlüssigen Einheit des Trauerprozesses und pietätvollen Abschieds zusammen. Dieser Idee trägt die Architektur der Anlage Rechnung.

Die Zufahrt erfolgt über bestehende Wege, das zusätzliche Verkehrsaufkommen ist,  gemessen am derzeitigen Verkehrsaufkommen der Staatsstraße, gering. Weite Anfahrtswege durch Wohnbebauung entfallen, Flächenfraß durch Ausbau zusätzlicher Verkehrswege entfällt.

Feuerbestattungen sind energieintensiv und erzeugen Abwärme. Die räumliche Nähe zu Gewerbeflächen, beispielsweise im Herto Park, bietet die Möglichkeit, diese freiwerdende Energie ein weiteres Mal zu nutzen, um die verbrauchten Ressourcen maximal effizient einzusetzen.

Die Grüne Liste Kolbermoor fordert großzügige Ersatzpflanzung für die zu bebauende Fläche. Die Aufforstung im Bereich des Friedhofsgeländes erscheint uns besonders sinnvoll, da sie langfristig mit der Möglichkeit naturnaher Bestattung verbunden werden kann.

Den Impuls der direktdemokratischen Partizipation der Bürgerinnen und Bürger in Form eines Ratsbegehrens, betrachtet die Grüne Liste Kolbermoor als begrüßenswert.

26. Juni 2019

Stadtratsfraktion der Grünen Liste Kolbermoor in Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Ortsverbandes BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Kolbermoor

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